Fehler beim Girokonto
Fehler Nr. 2: Falsche Gebühren
Jedes dritte Institut erhebt Gebühren, die der Bundesgerichtshof längst für unzulässig erklärt hat. So wird häufig ein unzulässiges Entgelt kurzerhand umbenannt, bis der Karlsruher Gerichtshof es Jahre später wieder kassiert.
Wir erinnern uns: Eine Lastschrift aufgrund einer erteilten Einzugsermächtigung konnte mangels Deckung auf dem Girokonto nicht eingelöst werden. Die Bank informierte mit einem Brief eben über diesen Sachverhalt und stellte hierfür Gebühren in Rechnung. Gleichzeitig erfolgte die Belastung des Kontos (obwohl gar keine Deckung mehr vorhanden war). Irgendwann wurde dann der Betrag, der dem Konto belastet wurde, wieder gutgeschrieben - natürlich mit einem anderen Wertstellungsdatum als die Belastung.
Hier hat die Bank gleich zwei Fehler gemacht:
1. Die Belastung des Kontos für die Nachricht über die nicht eingelöste Lastschrift.
2. Die Wertstellung der Gutschrift des das Konto nicht verlassenden Betrages (es war ja keine Deckung vorhanden) erfolgte nicht zu dem selben Datum wie die Belastung.
Auf diese Weise hat die Bank unerlaubte Gebühren kassiert und durch die unterschiedlichen Wertstellungsdaten Zinstage zu Lasten des Bankkunden generiert.
Es muss zur Verdeutlichung der Hinweis gegeben werden, dass die Auswirkungen dieser Fehlbelastungen des Girokontos verzinst und nach Quartalsabschluß wieder verzinseszinst werden - Quartal für Quartal, jeweils inklusive der Zinseszinsen des vorherigen Quartals!
Beispiel: Einmalige (Fehl-)Belastung einer Benachrichtigung über eine Lastschriftrückgabe in Höhe von 7,50 DM kosten den Bankkunden unberechtigte Zinsen (und natürlich Zinseszinsen) nach 25 Jahren in Höhe von über 150 EUR - wieder bei dauerndem Debetsaldo und 15% Sollzinsen.
Eine Übersicht der meisten unberechtigten Gebühren finden Sie hier. Es gibt aber auch berechtigte Gebühren, deren Hintergründe nicht automatisch Inhalt des Girovertrages zwischen Bank und Bankkunde sind. Diese Aufstellung finden Sie hier.
Und jetzt wird es spannend: Zinsen bilden die größten "Fehler" bei der unbemerkten Liquiditätsreduzierung.